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Thema: Bachelor Kritik

  1. #1
    aphilia - master
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    Bachelor Kritik

    Wer heute studiert, hat in aller Regel einen abgesteckten Bachelor-Stundenplan und ein festes Berufsziel im Kopf. Mit anderen Worten: Es fehlen jene kritischen Studenten, für die das Studium auch Geistesbildung bedeutet und die sich deshalb auch in den Seminarräumen und Hörsäälen jenseits ihres Fachbereiches herumtreiben.
    Vom kreativen Chaos, das sich an der Universität ausprobieren will, ist wenig zu spüren. Gerade einmal Fachbereiche wie Kommunikationswissenschaft machen im tristen Grau der Universitäten einen der wenigen bunten Farbtupfer aus. Die Studenten, die sich heute immatrikulieren, heben sich nicht mehr von der Masse der arbeitenden Bevölkerung ab. Als Dozent hat man es schwer, die die wenigen kritischen Geister überhaupt zu orten.
    Die vielen Pflichtveranstaltungen im Bachelorstudium fördern das studentische Sitzfleisch. Bravo Baccalaureat.

  2. #2
    aphilia - prof Avatar von Steinlaus
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    AW: Bachelor Kritik

    Es gibt im real existierenden deutschen Hochschulwesen tatsächlich einen "Bachelor of Arts im Versicherungsvertrieb".
    Das erinnert mich an die gute alte DDR, wo jeder Klempner seinen Ingenieur gemacht hatte.
    Ich sinniere schon darüber, wie lange unsere Landwirte noch ohne Traktoristenausbildung (Bachelor) und Jodeldiplom (Master) auf den Acker gelassen werden.

    Grüße von der
    Steinlaus

  3. #3
    aphilia - master
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    AW: Bachelor Kritik

    Zitat Zitat von Steinlaus Beitrag anzeigen
    Es gibt im real existierenden deutschen Hochschulwesen tatsächlich einen "Bachelor of Arts im Versicherungsvertrieb".
    Das erinnert mich an die gute alte DDR, wo jeder Klempner seinen Ingenieur gemacht hatte.
    Ich sinniere schon darüber, wie lange unsere Landwirte noch ohne Traktoristenausbildung (Bachelor) und Jodeldiplom (Master) auf den Acker gelassen werden.

    Grüße von der
    Steinlaus
    Hallo Steinlaus,
    das Kürzel B.A. (Berufsakademie) steht nahe am BA (Bachelor), weshalb ich den Versicherungsvertreter als akademischen Grad noch für einen Druckfehler halte. In der Tendenz stimmt dein Beitrag natürlich. Den von mir geprüften Bachelor-Absolventen dämmert es spätestens auf dem Arbeitsamt, was ein Abschluss wert ist, den sie mit Kreti und Pleti teilen müssen. Wenn dann noch das Ventil zum Master gedrosselt wird, was angesichts der hohen Anzahl ungeeigneter Studenten unvermeidlich erscheint, ist die Enttäuschung perfekt.

  4. #4
    Dieter Behringer
    aphilia - Gast

    AW: Bachelor Kritik

    Die Trennung zwischen Berufsakademie und FH-Bachelor ist in BW am schwinden, siehe
    http://www.ba-bw.de/babw/home.php?sprache=1

    Anerkannte Abschlüsse
    Die Diplomabschlüsse der Berufsakademie in Baden-Württemberg sind den Abschlüssen von Fachhochschulen gleichgestellt. Darüber hinaus haben BA-Absolventen seit dem Studienjahrgang 1998 die Möglichkeit, sich zu Beginn des letzten Studienjahres bei der Open University UK einzuschreiben, um ein so genanntes "OU-validated Bachelor's Degree with Honours" erlangen zu können. Vertreter der Open-University UK (sog. External Examiners) sind auch in den Prüfungsgremien der BA's vertreten. Durch den weltweit anerkannten und standardisierten Bachelor-Abschluss besteht nun auch die Möglichkeit, Master-Studiengänge zu belegen und sich im internationalen Vergleich zu messen.

    Sehen sie das wirklich so negativ? Der Open-University-Gedanke bietet IMHO eine Reihe von Chancen für Spätberufene, Quereinsteiger, etc.

  5. #5
    aphilia - master
    Registriert seit
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    AW: Bachelor Kritik

    Zitat Zitat von Dieter Behringer Beitrag anzeigen
    Sehen sie das wirklich so negativ? Der Open-University-Gedanke bietet IMHO eine Reihe von Chancen für Spätberufene, Quereinsteiger, etc.
    Wenn die fachlichen Anforderungen eingehalten, ist das kein Problem. Aber es ist eben Fakt, dass nicht jeder für eine akademische Laufbahn (Bachelor, Master, Promotion) geeignet ist. Ab einem gewissen Niveau ist es so, dass der Fleiß und das Auswendiglernen kontraproduktiv sind. Entweder man kapiert es oder nicht.
    Die Gesellschaft baut sich selbst einen völlig überflüssigen Lern- und Erfolgsdruck auf. Kein Mensch braucht für sein Glück die Infinitissimalrechnung oder das Höhlengleichnis, aber die Bachelor-Ideologie verbreitet die dringende Notwendigkeit eines "Modulwissens".

  6. #6
    Unregistriert
    aphilia - Gast

    AW: Bachelor Kritik

    Bachelor und Master sind die Verlängerung der Schulbank in die Universität.
    Das richtes Studium fängt dann mit der Promotion an.

  7. #7
    Wengert
    aphilia - Gast

    AW: Bachelor Kritik

    Die Pünktchen-und Klammer-Diskussion ist völlig obsolet!

    Berufsakademie, FH und UNI vergeben den BA, ohne jeden Zusatz, wie es früher üblich war! Das BA steht für Bachelor und sonst nichts, egal wo erworben. Der Unterscheid liegt nicht im akademischen Grad, es ist nur die Ausbildung anders..
    Die Berufsakademien arbeiten nach dem dualen System von Theorie und Praxis. Das nennet sich Ausbildung mit universitäem Anteil.

  8. #8
    Unregistriert
    aphilia - Gast

    AW: Bachelor Kritik

    voll scheiße beim bacherlor: abinote zählt beim uni-auswahlverfahren, bei ganz vielen normalfächern, die haben schiß wegen g8- doppelt so viele studis, da wird gesieeebt, leutz
    dann kriegste zvs-hintermilchkanne, und mit elter dies löhnen können eine pseudo-fh

  9. #9
    aphilia - bachelor
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    29.06.2009
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    14

    AW: Bachelor Kritik

    bin noch Psycho auf Dipl. und weiß was ich hab. bachelor ist schmalspur, schwachhochschule.
    wenn sichs durchsetzt ist es nix mehr wert. ab dann muss jeder promovieren um sich abzuheben, es ist so.

  10. #10
    aphilia - bachelor
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    01.07.2009
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    2

    AW: Bachelor Kritik

    Zitat Zitat von moritz Beitrag anzeigen
    bin noch Psycho auf Dipl. und weiß was ich hab. bachelor ist schmalspur, schwachhochschule.
    wenn sichs durchsetzt ist es nix mehr wert. ab dann muss jeder promovieren um sich abzuheben, es ist so.
    Wenn du später im Ausland arbeiten willst, ist der Bachelor besser.

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