Wer heute studiert, hat in aller Regel einen abgesteckten Bachelor-Stundenplan und ein festes Berufsziel im Kopf. Mit anderen Worten: Es fehlen jene kritischen Studenten, für die das Studium auch Geistesbildung bedeutet und die sich deshalb auch in den Seminarräumen und Hörsäälen jenseits ihres Fachbereiches herumtreiben.
Vom kreativen Chaos, das sich an der Universität ausprobieren will, ist wenig zu spüren. Gerade einmal Fachbereiche wie Kommunikationswissenschaft machen im tristen Grau der Universitäten einen der wenigen bunten Farbtupfer aus. Die Studenten, die sich heute immatrikulieren, heben sich nicht mehr von der Masse der arbeitenden Bevölkerung ab. Als Dozent hat man es schwer, die die wenigen kritischen Geister überhaupt zu orten.
Die vielen Pflichtveranstaltungen im Bachelorstudium fördern das studentische Sitzfleisch. Bravo Baccalaureat.

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