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Thema: Utopia

  1. #1
    aphilia - bachelor
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    Utopia

    Wie würde sich eine Gesellschaft verändern, wenn es für die meisten Mitglieder der Gesellschaft keine vernünftige Arbeit mehr gibt und daher das Arbeitseinkommen kein sinnvolles Maß für die Verteilung der Konsumgüter darstellt?
    Wenn man den technischen Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte in die Zukunft fortschreibt, ist durchaus eine Technik vorstellbar, bei der alle körperliche, aber auch ein Großteil der geistigen Arbeit von Maschinen verrichtet wird, die wiederum von Maschinen gewartet werden. Nur wenige hochbegabte Menschen werden mit der Weiterentwicklung der Technik beschäftigt werden können. Auch Dienstleistungen werden in großem Maße automatisiert. Der elektrische Frisör klingt schauerlich, wäre aber vermutlich heute schon technisch machbar. Übrig bleiben Tätigkeiten, bei denen es um menschliche Zuwendung geht. Die mittlere Generation wird wieder viel Zeit für ihre Kinder und ihre Eltern haben, da sie weder in der Produktion noch im Haushalt etwas zu tun hat. So werden Kinderbetreuung und Altenpflege vermutlich weniger Arbeitsplätze schaffen als heute.
    Ähnliche Verhältnisse müssen in den Sklavenhaltergesellschaften geherrscht haben wie in Griechenland und Rom, nur dass anstelle von Maschinen Skalven für jeden Handgriff verfügbar waren. Welche Auswirkungen hatte das auf die Gesellschaftsmitglieder, die keine Sklaven waren, aber auch nicht zur oberen Klasse gehörten, die sich in politischen Ämtern betätigte?

  2. #2
    Realität
    aphilia - Gast

    AW: Utopia

    Falscher Threadtitel!!
    Utopia ist die Realität in Deutschland 2010.
    Arbeit und Güterverteilung haben schon längst nichts mehr miteinander zu tun. Am oberen Rand sitzen die Shareholder, Erben und Eigentümer mehrerer Mietshäuser, am unteren Rand die Sozialpfründner. Wen interessiert es, ob die beiden wachsenden Gruppen um 7 Uhr aufstehen oder nicht?
    Die Arbeit wird von wenigen gequälten verrichtet, in einem immer engeren Spielraum. Krankenschwestern, Altenpfleger, Verkäuferin, Busfahrer, Stewardess, usw. haben keine Zeit mehr für ein persönliches Gespräch bei der Arbeit, Sklavenbedingungen eben, auch Jungärzte im Bereitschaftsdienst.

    Dieses seltsame System kann nur von Maschinen entworfen sein.

  3. #3
    aphilia - bachelor
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    AW: Utopia

    In Deutschland leben etwa 82 Millionen, davon sind etwa 43 Millionen erwerbstätig. Noch sind die Erwerbstätigen keine unbedeutende Minderheit. Eine Gesellschaft, in der nur ein verschwindend kleiner Teil überhaupt etwas arbeiten kann, um seinen Anteil an den Konsumgütern zu verdienen, ist daher schon noch Utopie.
    Die Beobachtung, dass es bereits zwei Gruppen gibt, die ohne Arbeit auskommen, ist aber durchaus richtig und zeigt wohl die künftige Entwicklung auf.

  4. #4
    aphilia - master Avatar von Marianne
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    AW: Utopia

    Zitat Zitat von Kurt Beitrag anzeigen
    Die Beobachtung, dass es bereits zwei Gruppen gibt, die ohne Arbeit auskommen, ist aber durchaus richtig und zeigt wohl die künftige Entwicklung auf.
    Ohne Arbeit heißt ja nicht auf der faulen Haut zu liegen. Viele tun was ehrenamtlich oder kreativ.

  5. #5
    aphilia - bachelor
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    AW: Utopia

    "Auf der faulen Haut liegen" klingt sehr abwertend. Ohne Arbeit im Sinne von Erwerbstätigkeit zu leben, wird aber eher der Normalfall werden und wird gar nichts Negatives an sich haben. Die Verteilung des Anspruchs auf Konsumgüter muss daher von der Erwerbstätigkeit entkoppelt werden.

  6. #6
    aphilia - master Avatar von JoBaer
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    AW: Utopia

    Mir scheint, Arbeit ist ein Verteilungsproblem!
    Auf der einen Seite Milliionen von Arbeitslosen, auf der anderen Seite schlechter Service, Überlastung in den Altersheimen (satt und sauber gepflegt), und so weiter.
    Schaue ich mir an, was die Leute von den Stadtwerken so in kurzer Zeit schleppen müssen, frag ich mich, wieso stellt man nicht drei Hartzempfänger dazu, für normalen Lohn natürlich, nicht für ein Euro.

    Ich weiß nicht, warum das nicht organisierbar sein soll?

  7. #7
    aphilia - prof Avatar von Steinlaus
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    AW: Utopia

    Nur so als Randbemerkung:

    Im Roman von Thomas Morus werden die sozialen Unterschiede durch ein Rotationsprinzip nivelliert. Die Einwohner von Utopia wechseln ihre Häuser und Berufe in einem bestimmten Turnus, ich glaube es sind 7 Jahre.

    Grüße von der
    Steinlaus

  8. #8
    aphilia - prof
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    165

    AW: Utopia

    Und wo möchten Sie leben?

    In Platons Staat...
    ...Morus´ Utopia...
    ...oder gar im realen Deutschland?

    le petit parrot

  9. #9
    Unregistriert
    aphilia - Gast

    AW: Utopia

    Zitat Zitat von Parrot61 Beitrag anzeigen
    Und wo möchten Sie leben?

    In Platons Staat...
    ...Morus´ Utopia...
    ...oder gar im realen Deutschland?

    Platons Staat ist eine autokratische Diktatur

  10. #10
    idee
    aphilia - Gast

    AW: Utopia

    Ein christliches Utopia:
    Reipublicae Christianopolitanae descriptio (Christenstaat) von Johann Valentin Andreae

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