Wie würde sich eine Gesellschaft verändern, wenn es für die meisten Mitglieder der Gesellschaft keine vernünftige Arbeit mehr gibt und daher das Arbeitseinkommen kein sinnvolles Maß für die Verteilung der Konsumgüter darstellt?
Wenn man den technischen Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte in die Zukunft fortschreibt, ist durchaus eine Technik vorstellbar, bei der alle körperliche, aber auch ein Großteil der geistigen Arbeit von Maschinen verrichtet wird, die wiederum von Maschinen gewartet werden. Nur wenige hochbegabte Menschen werden mit der Weiterentwicklung der Technik beschäftigt werden können. Auch Dienstleistungen werden in großem Maße automatisiert. Der elektrische Frisör klingt schauerlich, wäre aber vermutlich heute schon technisch machbar. Übrig bleiben Tätigkeiten, bei denen es um menschliche Zuwendung geht. Die mittlere Generation wird wieder viel Zeit für ihre Kinder und ihre Eltern haben, da sie weder in der Produktion noch im Haushalt etwas zu tun hat. So werden Kinderbetreuung und Altenpflege vermutlich weniger Arbeitsplätze schaffen als heute.
Ähnliche Verhältnisse müssen in den Sklavenhaltergesellschaften geherrscht haben wie in Griechenland und Rom, nur dass anstelle von Maschinen Skalven für jeden Handgriff verfügbar waren. Welche Auswirkungen hatte das auf die Gesellschaftsmitglieder, die keine Sklaven waren, aber auch nicht zur oberen Klasse gehörten, die sich in politischen Ämtern betätigte?

LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren
