Diskussion um Unterrichtsmethoden bitte hier und nicht mehr im Thema pro Gesamtschule.
Beate
Diskussion um Unterrichtsmethoden bitte hier und nicht mehr im Thema pro Gesamtschule.
Beate
An meiner idealen Gesamtschule ergänzen sich Unterricht und Erziehung.
Die Eltern sind durch Elterngespräche und Veranstaltungen in die Schule eingebunden.
Zu den Aufgaben des Lehrers gehören Stoffvermittlung und Erziehung. Klassenbucheinträge, Strafarbeiten und Notenlisten spielen eine untergeordnete Rolle, Kinder mit Problemen erhalten eine Individuelle Hilfe. Der Lehrer gestaltet einen interessanten Unterricht, an dem sich die Schüler aktiv und in unterschiedlicher Form beteiligen können: Mit Kopf, Herz und Hand, mathematisch und auch kreativ! Leistungsstarke und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler helfen sich gegenseitig. Niemand wird von der Schulgemeinschaft ausgeschlossen oder versetzt.
Ich empfehle noch einmal die Literatur:
Disziplin ohne Angst (Wolfgang Bergmann)
Das Bildungsprivileg (Bruno Preisendörfer)
Schlaue Kinder, schlechte Schulen (Christian Füller)
Ausbruch aus dem Bildungskeller (Gotthilf Hiller, immer noch aktuell)
Hallo Beate,
eine ganz moderne Unterrichtsgestaltung habe ich beim Hospitieren an einer Montessorischule beobachten dürfen:
(Es ging um das Buchstabenlernen!)
Die Kinder saßen oder lagen im Klassenzimmer, im Hintergrund lief schöne Entspannungsmusik. Die Lehrerin hat dann den Buchstaben mit Laptop und Beamer eingeblendet, und dazu eine Fantasiegeschichte erzählt.
Für mich war das eine pädagogische Offenbarung *schwärm*
Das Thema Solarthermie habe ich auf diesem Forum entdeckt!Damit lässt sich wunderbare Projektarbeit machen.
An meiner idealen Schule bauen die Schülerinnen und Schüler einen Fahrradschlauch aus.
- Mit Wasser gefüllt in die Sonne legen (Physik, Chemie)
- Schülerinnen und Schüler suchen die Sahara (Erdkunde)
- die Wassertemperatur wird nach 1, 2, 3 Stunden gemessen und verglichen (Mathematik)
- Diskussion über den Klimaschutz (Biologie, Sozialkunde)
Die Ideen der Schülerinnen und Schüler werden aufgegriffen, es gibt bestimmt noch viel mehr Anwendungsmöglichkeiten.
Sonnige Grüße,
Beate
Gerade entdeckt: Handorfer Spielekartei!
Taktile Wahrnehmung
Auditive Wahrnehmung
Visuelle Wahrnehmung
Visumotorik
Körperbewusstsein
Verbale Kommunikation
Merkfähigkeit
Kreativität
Partnerschaft/ Gruppenverhalten
Ist zwar für Reitthreapie, aber vielleicht kann man es zweckentfremden
http://www.handorfer-spielekartei.de/index1.htm
Scöne Ideen, aber in der Praxis?? Wie siehr die Schulstruktur aus, welcen Stil vertritte der Lehrer? Wenn der Lehrer alles durchgehen lässt, alles gütlich regelt, dann bleibt es in der Leistung beim unverbindlichen Rumexperimentieren!!
Die frechsten Kinder tanzen dem Lehrer auf der Nase herum, und dann?
Ohne den richtigen Respekt nützten die besten Ideen nichts.
Es lohnt sich, wenn bewusst nach den Stärken der Schülerinnen und Schüler gesucht wird. Es ist für jeden Lehrer sinnvoll, wenn er zu Schuljahresbeginn Notizen über die positiven Eigenschaften anfertigt. Darauf lässt sich ein gutes Lehrer-Schüler-Verhältnis aufbauen.
Ich wage zu bzweifeln, dass die Gruppenmethoden für alle Schüler geeignet sind. Denn bei realistischer Betrachtung ist es doch so:
Im Frontalunterricht herrscht eine gewisse Chancengleichheit. Jeder Schüler kann sich melden oder zur Abfrage drankommen, es sei jetzt dahingestellt ob er das möchte oder nicht.
Im Gruppenunterricht setzen sich die sprachlich gewiefteren, kommunikativ stärkeren Schüler durch. Verhaltensweisen wie absichtliches verbales Verletzen können von diesen Schülern in der Gruppe am Lehrer vorbei geführt werden.
Die Schule ist heute ein konfliktträchtiger Bereich. Es ist davon auszugehen, dass sich die Gesellschaft weiter spaltet. Auf der einen Seite steht der Bom der Privatschulen: Waldorfschule, Montessorischule, Freie Schule, Alternative Schule, Landschule, usw. Unter diesen Schulformen wird die Gruppenarbeit gedeihen, weil die Schülerschaft unproblematischer ist.
Für die immer noch über 90 Prozent eines Jahrgangs, die einen normale Schule besuchen, wird es dagegen zunehmen problematischer.
Die genaue Zahl weiß ich nicht, darum geht es auch gar nicht. Fakt ist aber, dass die Diskussion über Unterrichtsmethoden ohne die Berücksichtigung von Schulform und Schülerschaft zu kurz greift.
Diese ganzen Unterrichtsmethoden sind ja schön und gut, aber in Evaluationsstudien hat sich gezeigt, daß nur mittelmäßige Schüler davon profitieren.
Gruppenunterricht und ähnliche Sachen bringen gar nichts. Da wird, wie Studien gezeigt haben, mehr Zeit mit der Gruppeneinteilung verplempert, und der Erkenntnisgewinn für dein einzelnen Schüler ist eher gering.
Man sollte bei dem einfachen Frontalunterricht bleiben und stattdessen den Schülern bewußt machen, daß sie für ihre Bildung auch selbst Verantwortung tragen müssen.
Wie Kant sagt: "Aufklärung ist der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit."
Das Problem ist nur, dass die Extremschüler immer aus dem Raster fallen.
Mit Extremschülern meine ich "beide",. die Hochbegabten werden als Streber gehänselt, die Schüler mit Förderbedarf als Versager.
Schule ist immer ein großer Gleichmacher, nur wie lässt sich das verhindern? Früher gab es dafür Privatlehrer, heute Therapeuten, das ist meine persönliche Beobachtung.
Liebe Grüße,
Inge
Flori Si Stele