Vielen Dank!
Leben und leben lassen
Zum Thema Märchen:
Wer kennt sie nicht, die großen Verbotskataloge. Du sollst nicht hier, du sollst nicht da. Für Kinder ist das aber 1. wenig attraktiv- und was schwerer wiegt: Moralische Erziehung kann nicht das Auswendiglernen geschehen. Sämtliche Studien der Entwicklungspsychologie von Piaget und Kohlberg über Schenk-Danzinger bis Heckhausen haben das nachgeweisen bzw. unterstützen diese Sichtweise. Nur die Märchen sprechen alle Ebenen der kindlichen Wahrnehmung altersgerecht an.
Daher brauchen Kinder Märchen. Dort gehören Konflikte hin, da werden sie gelöst! Kinder ab dem Grundschulalter können Anfänge von Märchen selbst fortsetzen und ihre eigene Geschichte "spinnen".
Viele Grüße,
Inge
Flori Si Stele
Hallo,
warum große Studien wälzen, wenn es auch aphoristischer geht:
"Alle TRänen sind salzig. Wer das begreift, der kann Kinder erziehen, wer das nicht begreift, kann sie nicht erziehen" (Janusz Korczak)
Grüße aus Göttingen,
Maggie Kroymann
Es ist ganz klar das Kinder Märchen brauchen. Nichts vermittelt den jungen Menschen die richtigen Werte besser als ein Märchen.
Sieht man sich einmal die ganzen neuzeitlichen Geschichten an, so ist dabei kaum noch etwas lernenswertes zu erkennen.
Als wir noch Kinder waren wurden wir nicht mit diesen ganzen Trickfilmen und Comics überflutet.
Diese halte ich für mitverantwortlich für den immer weiter fortschreitenden Verfall alter, besserer Werte. So ein altes Märchen oder auch ein Märchenfilm bringen einfach viel mehr Wärme zu den Menschen als es heute auch nur ansatzweise der Fall ist bei dem was unseren Kindern von der Gesellschaft angeboten wird.
Wer mal wieder ein Märchen lesen möchte, kann doch einfach mal unter:http://www.deutsche-maerchen.info/lesen.htm nachschauen.
Viel Vergnügen.
A.Richter
Das mit den Werten ist so eine Sache. Das Frauenbild der Märchen trage ich ehrlich gesagt nicht mit. Das mit den Trickfilmen stimmt, die Geschichten von Tom und Jerry sind einfach nur öde. Was anderes sind die Comics. Ich bin ja bekennende Andersen-(Vor-)leserin, da gibt es auch diese Sprache "ritsch-ratsch". Das macht mir nichts, wenn die Geschichte gut ist.
Flori Si Stele
Die "Moral" der Märchen ist meiner Ansicht nach zweitrangig und eher unwichtig.
Wenn man Kindern Märchen nur in padagogischer Hinsicht präsentieren will, dann sollte man es lieber lassen.
Bei den Märchen geht es eher darum, daß man lernt, mit der Finsternis der Seele umzugehen, und zu lernen, daß man Angst und Furch überwinden kann.
Die Angst vor dem Tod, der Nacht und der Einsamkeit kann man besser aushalten und verstehen, wenn man darauf hoffen darf, daß am Ende das Gute gewinnt.
Und am wichtigsten ist ohnehin die Phantasie.
Übrigens gibt es Märchen sehr viel länger als die Sitte, sie nur als Kindergeschichten zu betrachten.
Meiner Ansicht nach kann jeder Mensch von Märchen profitieren.
Oscar Wilde beispielsweise schrieb seine Märchen "not for children, but for childlike people from eighteen to eighty".
Märchenideen für die Schule/Tagesstätte/Kindergarten/Freizeit und Eltern:
Märchen - Vorlesen im Erzählkreis, mit Erzählstein (für gute Vorleser)
Märchen-Quiz
Märchen-anfänge zuordnen
Eigene Märchenbücher selbst gestalten
Märchen als Theaterspiel
Märchen bildnerisch:
Malen, modellieren, Scherenschnitte, Leporello, mit Folienstiften auf Glas
Märchenstraße bauen und Puppen und Gegenstände ausstellen
Märchen-Projekt mit Abschlussfest
Märchen sind für Kinder und Erwachsene gut. Meine Ideen sind jetzt speziell für das Lernen mit allen Sinnen und Montessori.
Liebe Grüße,
Beate
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Die Märchen haben einen inneren Wert, aus dem man lernen kann: mutig die Wahrheit suchen und bekennen, den Schwachen unterstützen, nicht auf persönliche Vorteile bedacht sein, sondern im Dienst an der menschlichen Gemeinschaft sein Lebensziel erkennen!
ich wünsche den Lesern einen gesegneten Sonntag.