Hallo,
es gibt mittlerweile viele Alltagssituationen, in denen ich mich frage, warum wir uns bzw. einander so was antun.
Ein Beispiel: Einkaufen im Discounter. Ich habe nicht immer Zeit für einen Einkauf im Bioladen, und gehe daher schonmal zu Billigheimern wie Aldi oder im Lidl. Beide Discouter haben am Ende des Fließbandes noch nicht einmal einen Bereich vorgesehen, in dem die Waren vor dem Eintüten kurzzeitig landen können. Wenn man die Sachen nicht schnell genug zurück in den Einkaufswagen oder die Tüte packt, fallen sie runter. Die Kassierer mühen sich in Windeseile ab, das Zeug über den Laser zu ziehen, und die Kunden machen sich ebenso fix daran, alles wegzuschaffen, wobei man zum Schluss auch noch zackzack sein Geld latzt. Wisst ihr, was ich meine? Wenn man seine Augen mal richtig aufsperrt, gibt es sämtliche kleine Situationen, in denen wir bestenfalls zweckrational funktionieren würden. Das sind so unsichtbare Strippen, die an uns ziehen. Selbiges zum Beispiel auch im Straßenverkehr. Wann darf es endlich langsamer und bedachter zugehen? Der menschliche Organismus ist für so etwas eigentlich gar nicht geschaffen. Das weiß die Arbeitspsychologie schon lange... Nur arbeiten die Psychologen nicht an der eigentlichen Lösung des Problems: Wir bürden uns zuviel auf! Die echte Lösung wäre ein öffentliches Entschleunigen unseres Alltags. Leider gibt es keine Partei oder wenigstens gesellschaftliche Gruppe, die sich das auf die Fahnen geschrieben hat.

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