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Thema: Lachen über Freud

  1. #1
    aphilia - bachelor
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    5

    Lachen über Freud

    Über das Ehepaar Sigmund und Martha Freud findet sich in der Literatur wenig. Das ist seltsam wenn man bedenkt, daß die beiden sechs Kinder hatten!
    Bekanntlich hat Sigmund alles versucht, um den Biographen Steine in den Weg zu legen. Schon vor seiner Hochzeit vernichtete er eine Menge an Tagebüchern und Briefen; die Erben Freuds hüten den Nachlaß sehr restriktiv.
    Eine große Sammlung von erhaltenen Briefen liegt in der Washingtoner Kongreßbibliothek. Teilweise sind sie bis 2060, manche bis 2113 für das Publikum unter Verschluß. Der Öffentlichkeit zugänglich sind nur einige Briefwechsel mit Einstein. Sigmund Freud hat es geschafft, bis heute seine Heldenverehrung zu verhindern.

    Ich wage aber einen Versuch, wie das bei Freuds am Mittagstisch in der Berggasse 19 ausgesehen haben könnte:

    Martha Freud: Schatz, wie war es heute morgen bei der Arbeit?
    Sigmund Freud: Och, ich hatte eine penisneidische Frau, einen ödipalen jungen Herrn, sonst eher ruhig.

    Anna: Papa, was ist ödipal
    Martha: Möchte noch jemand Suppe?
    Anna: Paaapaaa, was ist ödipal?
    Sigmund: Ruhe jetzt, beim Essen wird nicht gesprochen!
    Entschuldigt mich bitte, eine Frau Pappenheim wartet unten.

    Bitte nehmt das nicht ganz ernst, es heißt "Lachen über Freud"

  2. #2
    aphilia - master
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    70

    AW: Lachen über Freud

    Ganz so schweigsam, wie der Beitrag andeutet, ist die Überlieferung nicht.
    Der Fischer-Verlag hat vor einigen Jahren die Brautbriefe, die Freud in seiner Verlobungszeit an Martha Bernais geschickt hat, publiziert.
    Diese Sammlung enthält auch Briefe aus Freuds Pariser Zeit, in der er noch sehr energisch seine Cocain-Studien (auch am eigenen Leibe) betrieb.

    Will man nicht nur über Freud, sondern auch mit ihm lachen, so empfiehlt sich seine Schrift "Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten".
    Hier stellt sich Freud auch als Sammler und Liebhaber des jüdischen Witzes dar, und er erläutert an dessen Mechanismen seine Theorie, ohne - und das ist eine Kunst - zu langweilen oder die Witze zu verderben.
    Nein.
    Auf leichte, witzig-humorvolle und lebensnahe Weise bringt Freud in dieser Schrift dem Leser die Psychoanalyse nahe.

    Auch nicht ohne Humor, wenngleich der nicht frei von Schadenfreude seitens des Lesers ist, ist die Schrift "Die Psychopathologie des Alltagslebens".
    HIer wird das Konzept der Freudschen Fehlleistung erläutert - mit zahlreichen Beispielen.
    Und jeder kann das Zusammenspiel von Ich, Es und Über-Ich am eigenen Leibe erleben.
    Schon interessant ist, was dann zum "Vorschwein" kommt.

  3. #3
    aphilia - prof Avatar von Steinlaus
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    AW: Lachen über Freud

    Ein paar jüdische Witze für euch...

    Ein Priester trifft einen Rabbi und sagt:
    "Du, Rabbi, ich habe heute nacht geträumt, ich war im jüdischen Himmel. So viele Leute! Ein Geschrei und Gestank nach Knoblauch! Nicht auszuhalten!"
    "Ja," sagt der Rabbi, "Mir hat heute nacht auch geträumt, ich war im katholischen Himmel. Eine himmlische Ruhe! Wohlgerüche! Und kein Mensch da..."

    Ein alter Jude, Inhaber eines Ladens, liegt im Sterben. Sein Augenlicht ist bereits fast ganz erloschen, die Familie umsteht ehrfürchtig sein Lager. Mit letzter Kraft beginnt der Jude noch einmal zu sprechen:
    "Sarah, mein Weib, bist du da?"
    "Ja, mein geliebter Mann!"
    "Samuel, mein Sohn, bist du da?"
    "Ja, Vater!"
    "Lea, meine Tochter, bist du da?"
    "Ja, Vater!"
    "Rahel, meine Tochter, bist du da?"
    "Ja, Vater!"
    Da richtet sich der Alte mit letzter Kraft zornig auf und schreit:
    "Und wer ist im Laden?"

    Chaim Lewinsky, angesichts eines Gemäldes der "Heiligen Familie":
    "Kein Dach überm Kopf, keine Feuerung, kein Bett und keine Windeln, aber von Grünewald malen lassen..."

    Der Oberrabiner von Jerusalem ist auf Dienstreise in England. An einem Morgen wacht er sehr früh auf. Es ist Jom-Kippur - der höchste jüdische Feiertag, an dem außer Beten und Fasten alles verboten ist. Er tritt auf den Balkon seines Hotels und blickt direkt auf den Golfplatz. Er denkt sich: "So früh am Morgen wird mich keiner entdecken!"
    Er holt also seine Golfausrüstung und geht zum Abschlag des ersten Lochs.
    Oben im Himmel sagt Petrus zu Gott: "Siehst Du, was der Oberrabbiner von Jerusalem am Jom-Kippur macht? Willst Du ihn dafür nicht bestrafen?"
    Gott nickt. Der Oberrabiner schlägt ab und trifft das Loch mit dem ersten Schlag: ein "Hole-in-one " - das allergrößte und allerseltenste Ereignis für einen Golfer.
    Petrus: "Das verstehe ich nicht - Du wolltest ihn doch bestrafen?!"
    Gott:"Das habe ich doch! Denn wem kann er das jetzt erzählen?"

  4. #4
    aphilia - master
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    70

    AW: Lachen über Freud

    Das hier ist einer aus Freuds Buch, den ich aber nur sinngemäß wiedergebe.

    Ein Heiratsvermittler führt seinen Klienten im Haus der zukünftigen Braut ein. Sie warten unten in der Halle auf die Braut, und der Heiratsvermittler führt den jungen Mann zu einer Vitrine, der schönes Silber und Porzelan zu sehen ist.
    "Schau dir das an", sagt er. "Silber, Porzellan, Kristall. Das sind keine armen Leute."
    Da meint der junge Mann: "Nun, sie könnten sich das auch für heute geborgt haben."
    Drauf der Heiratsvermittler: "Ach was, wer würde den denen was borgen!"

  5. #5
    aphilia - prof Avatar von aphire
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    AW: Lachen über Freud

    In Ausweitung des Themas zu "Lachen über Psychoanalytiker"

    Der psychoanalytische Paradiesvogel Wilhelm Reich hatte A.S. Neill immer wieder mit der Frage "bin ich verrückt?" genervt.
    A.S. Neill hatte eine Standardantwort:
    "So verrückt wie ein Wasserhuhn".
    Leben und leben lassen

  6. #6
    Unregistriert
    aphilia - Gast

    AW: Lachen über Freud

    Freud-Dostojewski, ein schwieriges Verhältnis.
    Stolpere über dieses Freudzitat aus dem Essay Dostojewskij und die Vatertötung:
    „Dostojewskij hat es versäumt, ein Lehrer und Befreier der Menschen zu werden, er hat sich zu ihren Kerkermeistern gesellt; die kulturelle Zukunft der Menschen wird ihm wenig zu danken haben.“
    (Sigmund Freud: Studienausgabe, ed. Alexander Mitscherlich u.a. 10 Bde. Frankfurt am Main: S. Fischer 2000, Bd. 10, S. 271-272.)

    Warum nimmt Freud eine so abwertende Haltung gg. seinen Seelenverwandten ein?

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