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Mit Etiketten wie "Hysterisch" wurde schon vielmals die Würde des Menschen mit Füßen getreten:
Bis etwa 1900, und in einigen Ländern darüber hinaus, wurden Frauen "zu ihrem eigenen Wohl (!)" psychiatrisiert, wenn sie studieren wollten. Maria Montessori hatte mit größten Schwierigkeiten zu kämpfen, um ihr Medizinstudium durchzuführen.
Frauenrechtlerinnen wie Emma Punkhurst wurden auf ärzlicher und psychologischer Ebene mundtot gemacht, einige sogar zwangseingewiesen, "weil ihnen die Einsicht fehlte".
Im Westen wurden Homosexuelle bis 1972 als krank stigmatisiert "weil ihnen der freie Wille fehlte". Unterschiedliche sexuelle Orientierungen wurden von Ärzten, Psychologen und Psychiatern ignoriert (auch bei Freud findet sich viel Schwulenfeindlichkeit).
Politische Gegner wurden der UDSSR und den sozialistischen Bruderländern in die Psychiatrie zwangseingewiesen, weil ihnen die "Einsichtsfähigkeit in die Segnungen des Sozialismus(!)" fehlte.