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aphilia - prof
Mein Unwort des Jahres
Die Erfolgsgeschichte des Terminus' Multimorbidität, siehe hier und hier, ist für mich dringender Anlaß zum Beginn einer kleinen Unwortsammlung.
Die Multimorbidität schleicht sich im Geleit der geriatrisch tätigen Stiftungen und Ministerien in den Sprachgebrauch. Gegen die geriatrische Forschung ist zwar per se nichts einzuwenden, stutzig macht aber die angedeutete Verschmelzung von Krankheitssymptom und Patient.
Offensichtlich wird ein neuer Charakter des älteren Mitbürgers kreiert. Der Multimorbide ist in seinem Streben nach der Generierung physischer wie psychischer Krankheitssymptome unersättlich. Sein Restleben beschränkt er auf die Rolle des Anschauungsobjekts für Ärzte, Psychiater und Wissenschaftler. Psychologen und Soziologen deuten auf ihn: "Seht, da ist er, früher ehrbarer Senior, heute notorischer Multimorbider!"
Ich gebe daher der Multimorbidität den vorläufigen Siegerplatz auf meiner persönlichen Liste der Unwörter des Jahres 2009.
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aphilia - prof
AW: Mein Unwort des Jahres
Meine Unwörter:
Gebetslärm
Handout
Tarifanpassung
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aphilia-forum
AW: Mein Unwort des Jahres
Nullwachstum, und die "Steigerung" davon:
Minuswachstum
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aphilia - master
AW: Mein Unwort des Jahres
Coffe to go
Geiz ist geil
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aphilia - prof
AW: Mein Unwort des Jahres
So langsam auch Wellnesswochenende,
ständig fällt mir dieser Werbemüll ins Haus.
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AW: Mein Unwort des Jahres
Als Computer-nur-halb-versteher:
"Einfach",
wenn es in Sätzen wie "dann einfach den Dingsda öffnen " vorkommt. Meistens geht es dann nämlich nicht.
"Google doch danach", das ist auch so ein Allerweltsrat.
Die Kombination heißt dann: "Google doch einfach danach".
Und dann noch "mächtiges Programm" (hilfe, ich will keine Ländern erobern)
Das eindeutig schlimmste Computerwort in Anleitungen und Foren ist:
"selbsterklärend"
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aphilia - prof
Sympathetisch
Während sich Unwörter ausbreiten, sterben die poetischen Begriffe aus. Schon lange nicht mehr im Gebrauch ist das von Goethe in besonderen Situationen benutzte Adjektiv "sympathetisch". Im Duden ist es als "mitempfindend" sehr knapp beschrieben. Persönlich bin ich der Meinung, daß in "sympathetisch" neben sym (zusammen) und pathos (Leidenschaft) auch ethos (Sitte) verborgen ist. Das fehlende h bei ethos könnte mit einer Analogiebildung erklärt werden.
Die richtige Übersetzung ist eine wahre Herkulesaufgabe!
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aphilia - prof
Lieblingswort
Huch, jetzt kommt aber das Thema durcheinander.
Mein nicht gebräuchliches Lieblingswort ist "wonnig"
Ich schreibe es zur Verbreitung gleich nochmal hin:
wonnig
wonnig
wonnig
wonnig
usw.
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aphilia - prof
AW: Mein Unwort des Jahres
"ADS-Kind" ist fürchterlich, oder "Ritalin-Kind"
Stichworte
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