Auch durch den Evangelischen Kirchentag am vergangenen Wochenende ist die Lutherische Kirche wieder in die Medien gekommen.
Die Berichte vom Kirchentag, von denen einige auf Phoenix liefen, zeigten ein Bild von Leuten, die viel Spaß hatten. Da gab es Spiel für die Kinder, Musik-Konzerte, allerlei Diskussionsrunden und jede Menge Zerstreuung. Leute, die interviewt wurden, sagten, sie wären wegen des Spaßes gekommen.
Wie protestantisch ist das eigentlich?
Der Protestantismus ist seinem Wesen nach eine sehr ernste, strenge Religion, die - man denke an Calvin - jede Zerstreuung ablehnt und die Arbeit allein als Ziel und Sinn des Lebens ansieht.
Der Begriff von Sünde und Schuld ist sehr stark. Wer eine Sünde begeht, wird zum Sünder, und nichts kann er tun, um seine Schuld anzutragen.
Auch vertritt der P. die These, daß Christus nicht für alle gestorben ist, sondern nur für jene "Auserwählten", die sich in der Gnade Gottes befinden. Die Gnade Gottes haben jede, denen es - lax gesprochen - gut geht. Wer leidet, krank, arm oder elend ist, ist das, weil er nicht in der Gnade Gottes ist. Und wer die Gnade nicht hat, der kann sie auch nicht erlangen.
Das ist der ursprüngliche Protestantismus.
Wieviel davon ist in der heutigen evangelischen Kirche noch vorhanden?
Ist die Evangelische Kirche überhaupt eine richtige Kirche?
Was bedeutet es heute noch, Protestant zu sein?
Über eine Diskussion, auch gerne kontrovers, würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße,
Brynhilda

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