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Thema: Das Dilemma der Atheisten

  1. #1
    aphilia - master
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    70

    Das Dilemma der Atheisten

    Ich denke, das Dilemma der Atheisten ist, daß sie dem Glauben das Wissen entgegenstellen wollen.
    Das Gegenteil des Glaubens ist nicht der Unglauben, sondern der Zweifel, und Zweifel am eigenen Glauben können diesen erstarken lassen.
    Das Gegenteil des Wissens aber ist das Nicht-Wissen, das Unwissen. Man kann sein Wissen nicht anzweifeln, weil man es damit negieren würde.
    Folglich müssen Atheisten domagmatisch, starr und intolerant sein und dürfen in ihrer Weltanschauung kein anderes gelten lassen, denn das hieße für sie, ihre Weltanschauung zu verlieren. Der Atheismus muß absolut sein, sonst er nicht.
    Das ist natürlich eine absolut irrationale Position, weshalb der Atheismus sich selbst belügt, da er nicht, wie er meint, auf der Vernunft fußt, sondern schlicht und einfach auf der Negation der Alternative.

  2. #2
    Weltwanderer
    aphilia - Gast

    AW: Das Dilemma der Atheisten

    Zitat Zitat von Brynhilda Beitrag anzeigen
    Folglich müssen Atheisten domagmatisch, starr und intolerant sein und dürfen in ihrer Weltanschauung kein anderes gelten lassen, denn das hieße für sie, ihre Weltanschauung zu verlieren. Der Atheismus muß absolut sein, sonst er nicht.
    Wer sagt denn so was? Atheisten hätten Dogmatismus, Starrsinn und Intoleranz gepachtet, und gar einen Absolutheitsanspruch?

    Wenn hier jemand diese Eigenschaften vereint, dann doch bitte die Kirche selbst. Ich habe jedenfalls noch nie etwas von der Unfehlbarkeit des Atheismus gehört.

    Wie auf der atheistischen Buskampagne zu lesen ist, behauptet die Atheisten "There ist probably no god!". Probably - das zeugt doch nicht von Dogmatismus!

    Glaubenkämpfe, Religionskriege, schreckliche Verwüstungen wegen unterschiedlicher Bibelauslegungen, das sind die Zeichen eines dogmatischen Geistes.

    Mit undogmatischen Grüßen:
    Weltwanderer

  3. #3
    aphilia - master
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    64

    AW: Das Dilemma der Atheisten

    Zitat Zitat von Weltwanderer Beitrag anzeigen
    Glaubenkämpfe, Religionskriege, schreckliche Verwüstungen wegen unterschiedlicher Bibelauslegungen, das sind die Zeichen eines dogmatischen Geistes.
    Ja ist schon was dran. Nur die neuzeitlichen Metzeleien, also der Nazis und Stalinisten im 20. Jahrhundert brauchten keinen Gott als Begründung.

  4. #4
    aphilia - bachelor Avatar von EuropeanCharism
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    13

    AW: Das Dilemma der Atheisten

    *
    Zitat Zitat von Brynhilda Beitrag anzeigen
    .....
    Folglich müssen Atheisten domagmatisch, starr und intolerant sein und dürfen in ihrer Weltanschauung kein anderes gelten lassen, denn das hieße für sie, ihre Weltanschauung zu verlieren. Der Atheismus muß absolut sein, sonst ist er nicht.
    Das ist natürlich eine absolut irrationale Position, weshalb der Atheismus sich selbst belügt, da er nicht, wie er meint, auf der Vernunft fußt, sondern schlicht und einfach auf der Negation der Alternative.
    Ich würde für mehr Toleranz eintreten - Atheisten und Agnostikern gegenüber.
    Und:
    Intoleranz findet sich auch unter Glaubenden in Religionen.
    Schwarz-Weiß-Denken ist bei Beurteilung von Weltanschauungen kontraproduktiv -
    und treibt "das gejagte Opfer" höchstens in ein polarisiertes Eck,
    von wo es nicht mehr leicht herausfindet, oder "auf die Palme".
    Weltanschauung hat viel mit persönlicher Entwicklung zu tun
    und geht über alle unsere Lebensphasen weiter.

    Ich distanziere mich von Abwertungen
    und Verurteilungen atheistischer und agnostischer Menschen;
    deshalb sende ich hier einen Link zu einem - für jede Weltanschauung -
    provokanten Video in englischer Sprache:

    ... >> http://www.youtube.com/view_play_lis...A88FB66BD8CEA9 << - klicke auf den Link!

    Einfach zum Nachdenken - für einen langen Weg ....

    Und stimmig ist für mich - man kann nicht "ein bißchen schwanger" sein -
    in ähnlicher Weise verstehe ich Theismen oder Atheismus als eine persönliche Entscheidung.

    *

  5. #5
    aphilia - prof Avatar von aphire
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    443

    AW: Das Dilemma der Atheisten

    Zitat Zitat von EuropeanCharism Beitrag anzeigen


    Und stimmig ist für mich - man kann nicht "ein bißchen schwanger" sein -
    in ähnlicher Weise verstehe ich Theismen oder Atheismus als eine persönliche Entscheidung.


    Ob ich in dieser Entscheidung wirklich frei bin, ich weiß es nicht.
    Manche finden erst über einen Schicksalsschlag zum Glauben, manche einfach so (weil Gott sie ruft), manche gar nicht.
    Ich habe so viele verschiedene Phasen in meinem Leben gehabt, Glaubensnahe und glaubensferne, Kirchennahe und kirchenferne.

    Liebe Grüße,
    aphire
    Leben und leben lassen

  6. #6
    aphilia - bachelor
    Registriert seit
    07.09.2009
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    1

    AW: Das Dilemma der Atheisten

    Hallo,
    auch der Zweifler Descartes fragt nach den Grundlagen des Wissens, die selbst nicht begründungsbedürftig, sondern "gegeben" sein sollen.
    Sein Dilemma:
    Will man Gewissheit finden, muss das Ungewisse beseitigt werden. Ungewiss ist nun alles, an dem zu zweifeln möglich ist. Als gewiss kann nur dasjenige gelten, an dem zu zweifeln keinen Sinn ergibt, da es aus sich selbt heraus evident ist.
    Diesem Anspruch wird nur der Zweifel selbst gerecht!

    Später definiert Descartes die "eingeborenen Ideen", die dem Bewusstsein a priori gegeben sind.

    VG,
    steff

  7. #7
    Jürgen
    aphilia - Gast

    AW: Das Dilemma der Atheisten

    liebe Leute, so scharf ist die Trennung zwischen a_Theismus nicht. Bestes Beispiel ist der Apostel Paulus, vormals Saulus.
    Er hat eine Lebenswandel geleistet und das Christentum bereichert, indem er philosophische Vorstellungen in die christliche Ethik übernahm.

  8. #8
    aphilia - prof Avatar von Gernot
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    210

    AW: Das Dilemma der Atheisten

    Zitat Zitat von Jürgen Beitrag anzeigen
    liebe Leute, so scharf ist die Trennung zwischen a_Theismus nicht. Bestes Beispiel ist der Apostel Paulus, vormals Saulus.
    Er hat eine Lebenswandel geleistet und das Christentum bereichert, indem er philosophische Vorstellungen in die christliche Ethik übernahm.
    Zur Bekehrung des heiligen Paulus eine kleine Anmerkung: Ich erinnere an die Mahnung von Augustin (Bischof von Hippo), der 408 an Vincentius (Bischof der Donatisten) schrieb: „Du meinst, man dürfe niemanden zur Gerechtigkeit zwingen, obwohl du liest, dass der Hausvater zu seinen Knechten gesagt hat: 'Alle, die ihr findet, zwinget einzutreten’, und obwohl du liest, dass auch Saulus, der spätere Paulus, unter dem Zwange einer gewaltsamen Einwirkung Christi zur Erkenntnis und Annahme der Wahrheit gebracht worden ist'". Die Paulusbekehrung geschah demnach nicht ausschließlich eine innerer Überzeugung. Dies sei gesagt, ohne die theologischen Aussagen Paulus' schmälern zu wollen!
    Quelle Ep 93: Ad Vincentinum (CSEL 34). Deutsche Übersetzung: Alfred Hoffmann: Des heiligen Kirchenvaters Aurelius Augustinus ausgewählte Briefe.

    Gernot

  9. #9
    aphilia - prof
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    165

    AW: Das Dilemma der Atheisten

    Das Dilemma der Atheisten ist, dass sie kein Weihnachten feiern können... und trotzdem von den Christen ins Herz geschlossen werden.

    Fröhliche Weihnachten
    le petit parrot

  10. #10
    aphilia - prof Avatar von aphire
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    AW: Das Dilemma der Atheisten

    Fröhliche Weihnachten
    Leben und leben lassen

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