
Zitat von
Steinlaus
Der Idealismus in unserer Welt wird hauptsächlich durch die Religionen vorangetrieben, das ist Fakt. Das Bankensystem oder das politische Elitetreffen G8 habe die Ärmsten der Welt jedenfalls nicht auf ihrer Agenda stehen. Die Plätze im UN-Sicherheitsrat sind nicht an moralische maßstäbe, sondern an den Besitz von Atomwaffen gebunden. Zum Glück ist Deutschland da außen vor, trotz der Bemühungen unseres grünen und noch in den 80er Jahren gewaltfreien Außenministers Fischer a.D.
Die Bevölkerung der armen Länder hat nach dem überfälligen Abdanken des Kommunismus nur in den Religionen eine Stimme. Die großen Ziele der Weltreligionen sind bei näherem Hinsehen gleicher, als es manche Religionsführer sehen (wollen?).
Fakt ist aber ebenso - seit Jahrtausenden -der Mißbrauch der Religionen.
Wie also ist die Umdeutung der im Kern guten Religionen zu bändigen? Ich glaube, der moderen Menschenrechtsdiskurs hat hier einen positiven Einfluss. Die Menschenrechte sind heute globaler aufgestellt als die Religionen. Sie sind bis heute frei von Fundamentalismus, ebenso fern von einer "anything-goes" - Mentalität und weniger autokratisch als der kirchliche Apparat.
Sollten sich die Religionen endlich auf eine globale Ethik im Sinne der Menschenrechte verständigen können, wie gerne wäre man wieder ein überzeugter, bekennender Christ!